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Woko vom 24.9.: Ein Armutszeugnis für einen Kanzlerkandidaten Drucken E-Mail

Sollte ein Bundeskanzler eine vertrauenserweckende Person sein? Ja, denn wenn man an der Spitze einer Regierung und somit eines Landes steht, muss man in der Lage sein, das Verhalten und jene Prinzipien vorzuleben, welches auch die BürgerInnen des Landes zum Wohle aller Menschen im Staat an den Tag legen sollten.

Sebastian Kurz weist diese Qualität nicht auf. Ihm geht es in erster Linie nicht um die Qualität des Regierens, sondern um das Regieren selbst, um die Machtübernahme. Und dafür scheint ihm jedes Mittel recht zu sein.

Der „Falter“ veröffentlichte diese Woche jene Papiere, die Sebastian Kurz seit über einem Jahr mit Anderen (Beamte im Außenministeriums?) gesammelt und zusammengestellt hat, um die Macht im Lande zu übernehmen.

Sehr überraschend war das nicht, denn wohl niemand hat Sebastian Kurz abgenommen, dass er seine Kandidatur erst mit dem Rücktritt Mitterlehners im Eilzugstempo  geplant hat. Auch dass er bisher auf Fragen der Journalisten seine Planung betreffend offensichtlich die Unwahrheit gesagt hat, überrascht nicht wirklich. Denn es passt durchaus in den Stil jener Politik, die Kurz fadenscheinig zu bekämpfen vorgibt, aber in Wirklichkeit deutlich übertrifft.

Taktieren dieser Art ist in der Politik unehrenhaft und strikt abzulehnen, daher  ist jemand, der dies als sein Vorhaben kundtut, aber sich selbst nicht daran hält, zutiefst unglaubwürdig.

Interessant ist jedoch die Taktik, mit der Kurz und seine Mitarbeiter bereits vor einem Jahr die Machtübernahme geplant haben. Sie ist gespickt von einer bedenklichen Denkweise von Menschen, denen viele Mittel Recht sind, um ihre Interessen durchzusetzen und die Macht im Lande zu übernehmen.

So haben Kurz und seine Mitarbeiter den Lebenslauf von Bundeskanzler Kern, seine Vorhaben und Ziele, penibel durchleuchtet, gespickt mit Zitaten aus diversen Medien. So weit, so gut.

Aber dann wird das Angriffsszenario gegen den Bundeskanzler unter dem Titel „Offene Flanken“ umrissen. Zwei Szenarien seien hier herausgegriffen:

Man beginnt mögliche Angriffsstrategien mit dem angeblichen Wert von Kerns Uhren. Dafür (rund 29000 Euro lt. Kurz-Recherchen) müsse ein ÖBB-Mitarbeiter ca. ein Jahr arbeiten, sagt das Papier.

Wie lange müsste ein Durchschnittsverdiener arbeiten, um auf das Gehalt von Sebastian Kurz zu kommen, der nie eine Berufsausbildung abgeschlossen hat, könnte die Gegenfrage lauten. Wie viel verdient ein Maturant heute? Wohl gar nichts, denn im Regelfall landet er in der Arbeitslosigkeit oder wird von seinen Eltern erhalten. Und wie viel verdient der Studienabbrecher Sebastian Kurz? - Über 17320.- Euro monatlich icl. 13. und 14. Monatsgehalt. Das reicht allemal, um Kerns Zeitmessersammlung in kurzer Zeit deutlich zu übertreffen.

Eine weitere Frage der Kurz-Strategen bezieht sich darauf, inwiefern der Bundeskanzler wohl seinen Kurs in der Flüchtlingsfrage beibehalten werde und ob er in dieser Frage angreifbar sei. Sie ist geprägt von der Angst, der Kanzler könne sich dabei der FPÖ annähern.

Daher hat man es wohl vorgezogen, eine Flüchtlingspolitik zu betreiben, bei der selbst die FPÖ alt und links aussieht. Nicht Kern hat seine Position aufgegeben, sondern Kurz und seine Gefolgschaft haben den Boden einer vernünftigen und zukunftsweisenden Diskussion über Immigration längst verlassen und teils radikale FPÖ-Positionen übernommen, die in ihren schlimmsten Ausprägungen der Ausgrenzung von Menschen und einer Sündenbock-Terminologie Mechanismen bedienen, von dem man gehofft hat, dass sie längst überwunden seien.

 

Kurz und seine Mitstreiter entwickeln in diesem Papier eine Strategie der Machtübernahme, die geprägt ist von der Diffamierung des Gegenübers, von möglichen Angriffsflächen, die mitunter sehr ins Persönliche reichen. Offensichtlich hat man sich von Anfang an nicht zugetraut, mit einer eigenen sachlichen Politik die Wähler von einem Kurswechsel überzeugen zu können.

Wenn Niki Lauda, der neben vielen anderen, angeblich ehrenhaften Leuten Sebastian Kurz unterstützt, meint, „Der Anspruch des Bundeskanzlers ist, dass er das Land anständig vertritt“, und diese „Anständigkeit“ dem Kandidaten attestiert, dann ticken die Uhren in einer Art und Weise, die nachdenklich stimmen sollte. Unser Land braucht keine machtgeilen Taktierer, keine Führungskräfte, die nichts zu verschenken haben und sich auf Kosten der Arbeitnehmer bereichern, es braucht Persönlichkeiten, deren Lebensführung für möglichst viele BürgerInnen nachahmenswert erscheint, weil sie von Wahrhaftigkeit geprägt ist.


Sebastian Kurz scheint davon meilenwert entfernt zu sein.