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Woko vom 10.6.: Das Mini-Steuermodell des TEAM STRONACH Drucken E-Mail

Das TEAM STRONACH (TS) hat seine Überlegungen zum Steuersystem auf seiner Webseite unter http://www.teamstronach.at/themen/themen-a-z/steuerreform zusammengefasst.

Neben recht allgemeinen Formulierungen zur Vereinfachung des Steuersystems, welches die Partei für „unübersichtlich“ und „kompliziert“ hält, findet sich darunter in erster Linie die Forderung nach einer „Fair-Tax, also eines gerechten, fairen Steuersystems.

Fair ist demnach nach Ansicht des TS die Senkung der Einkommenssteuer, die Reduktion der Unternehmenssteuern für im Inland erzielte Gewinne auf 10 Prozent, welche nicht mehr an den Staat gezahlt werden sollen, sondern an die Mitarbeiter.

Familien sollen steuerlich dadurch entlastet werden, indem Familien mit zwei oder mehr Kindern in die Familienbesteuerung wechseln können, wo die Einkommen der Familie gemeinsam besteuert werden sollen.

Soziale Ausgeglichenheit soll durch eine Anhebung der steuerfreien Einkommen erreicht werden. In welchem Ausmaß bleibt der insgesamt recht schwammig formulierte Text schuldig.

Insgesamt gesehen ist das gesamte Steuermodell des TS im Wesentlichen auf Entlastung der Wirtschaft ausgelegt, um dadurch Wachstum zu ermöglichen. Allerdings sind auch in diesem Bereich die Vorstellungen wenig konkret. Diese Finanzierung der Steuerentlastung für die Wirtschaft soll durch Einsparungen in der Verwaltung erzielt werden. In welchen Bereichen, in welchem Ausmaß und in welcher Form bleibt dabei offen.

Zusammenfassend lässt sich von einem enttäuschenden steuerlichen Rumpfmodell sprechen, welches weder auf gegenwärtige Problembereiche der Steuergesetzgebung eine Antwort bzw. Lösungsmöglichkeiten bietet noch irgendeine vernünftige Zukunftsausrichtung, beispielsweise im Bereich einer ökologischen Steuergesetzgebung, enthält. Man hat den Eindruck, der Parteigründer Frank Stronach selbst hat hier seine Vorstellungen innerhalb weniger Minuten zu Papier gebracht, ohne nur einen ansatzweisen Überblick über die Gesamtproblematik zu haben. Auch wenn das Schriftstück auf andere Art und Weise zustande gekommen sein sollte, so wiegt dennoch schwer, dass es nach wie vor die offizielle Parteilinie in Steuerfragen dieser Minipartei darstellt.

 

Es bleibt nur zu hoffen, dass die Wähler bei der kommenden Wahl dafür Sorge tragen, dass diese Partei nicht mehr im Nationalrat vertreten ist.

 

Nächste Woche: Die Steuervorstellungen der GRÜNEN